Freitag, 7. November 2014

Hildegard von Bingen - Altes Heilwissen top aktuell

Es gibt nur wenige Menschen, die viele Jahre nach dem Tod noch so viel Gutes bewirken wie die einstige Äbtissin Hildegard von Bingen. Allenfalls liegt es daran, dass die im elften Jahrhundert geborene Kirchenfrau mit ihren hohen, spirituellen Anlagen dazu ausersehen worden war, anderen Menschen zu helfen. Erstaunlich ist, dass die heutige Wissenschaft die Erkenntnisse und Heilmethoden der Mystikerin  zu über 80 Prozent bestätigt. Manche Beobachter behaupten, dass bei den übrigen 20 Prozent eventuell die Forscher noch nicht so weit sind. In den folgenden Monaten möchte ich Ihnen einen Ausschnitt des Schaffens der bedeutungsvollen Mittelalter-Mystikerin präsentieren und auf einige der beeindruckenden Heilrezepte und ihre Anwendung hinweisen, die zum Glück immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit geraten.


Frauenmantel - das Allheilmittel für die Frau

Foto: Heike Rau/shutterstock.com
Der Frauenmantel ist eine zart aussehende Pflanze mit kelchartigen, gelappten Blättern und zählt zu den Rosengewächsen. Typisch für die Pflanze ist, dass sich auf den Blättern der Morgentau oder Regen in Tropfen sammelt. Aus diesem Grund wird der Frauenmantel auch Tränenschön oder Taubecher genannt. Der Botanische Name Alchemilla heisst so viel wie Zauberkräutlein.

Unterleibsleiden und Schwangerschaft
Der Frauenmantel zählt zu den kräftigsten Frauenheilpflanzen und wird in jedem Heilkräuterbuch beschrieben. Die Pflanze hilft bei diversen Frauenleiden, wie beispielsweise klimakterischen Beschwerden oder Regelschmerzen. Der Frauenmantel heilt praktisch alle Unterleibsleiden und Beschwerden der Frau.

Montag, 13. Oktober 2014

Mit Hilfe der Brennessel wieder auf die Sprünge kommen


lrlucik, Shutterstock
Die Brennessel (Urtica dioica) fühlt sich praktisch auf dem ganzen Erdball heimisch. Man findet sie an Häusern, Hecken Wäldern und auf Äckern. Sie gedeiht besonders an sonnigen bis halbschattigen, nährstoffhaltigen Böden. 
Sie kräftigt und heilt die Nieren, Blase und Harnwege. Als Tee eingenommen lindert sie Rheuma und Gicht, verbessert die Aussscheidung von Harnsäure und vertreibt erfolgreich die Frühjahrsmüdigkeit. Sie ist reich an Vitamin A, C B2, K. Dank ihrer Hilfe können wir das wichtige Eisen zu uns nehmen, ausserdem enthält sie Mangan und Kupfer. 

Was bis weit in das vorige Jahrhundert vielen Menschen bekannt war und angewendet wurde, ist heute leider in Vergessenheit geraten: Eine Blutreinigungskur mit Wildpflanzen. Für diesen Zweck ist die Brennessel geradezu prädestiniert. Sie hat neben ihrer reinigenden, entschlackenden und schleimlösenden Wirkung auch den Effekt, dem Körper so wichtige Soffe wie Vitamine, Mineralien, Enzyme, Kieselsäue, Kalzium und noch mehr zuzuführen und ihn zu vitalisieren. 

Schmeckt nicht nur als Tee

Eine Brennesselkur wird über einen Zeitraum von 2 Wochen durchgeführt. Ab Mittag sollte soviel Brennesseltee wie möglich getrunken werden. Geben Sie ein paar Tropfen Zitronensaft hinzu; damit erhöht sich einerseits der Vitamin C gehalt  (100g frische Brennesseln enthalten den dreifachen Tagesbedarf an Vitamin C) andererseits wird die Eisenaufnahme verbessert. 

Nicht nur als Tee eingenommen, entfaltet sie ihre grossartige Kraft und Wirkung. Ausgezeichnet schmecken die jungen Brennesselblätter als delikater Spinat zubereitet, zusammen mit Knoblauch, Muskat, Mozarella, Pinienkernen und Frühlingszwiebeln, serviert mit Frühkartoffeln. Eine weitere Variante, welche auch deliziös schmeckt, ist es Brennesselblätter kurz zu blanchieren und danach kleingehackt in den Salat mit gehackten Mandeln und Olivenöl geben. Oder Brennesselblätter mit Mandeln, Chili und Rahm zu einer cremigen Suppe pürieren. Schmeckt super!

Weitere Anwendungen:


  • Zur Durchspühlung der Harnwege bei Blasenentzündung und Vorbeugung und Behandlung von Nierengriess: 1 - 2 TL getrocknetes Kraut mit einer Tasse kochendem Wasser übergiessen, 10 Min. ziehen lassen, abseihen. Täglich mindestens 6 bis 8 Tassen davon trinken. 
  • Bei Gelenk- und Muskelrheumatismus oder Gicht hilft die äusserliche Anwendung kombiniert mit einer Teekur. Trinken Sie dazu über 3 Wochen täglich 5 Tassen Brennesseltee. Reiben Sie die schmerzhaften Körperregionen mit Brennesselspiritus ein.

Gegenanzeigen und Nebenwirkungen: 

  • Bei der Einnahme von Brennesselwurzel kann leichte Übelkeit auftreten. Die Brennessel soll nicht bei Wassereinlagerungen in Folge einer eingeschränkten Nieren- oder Herzfunktion verwendet werden. Kontaktieren Sie in diesen Fällen ihren Arzt. 



Dienstag, 26. Februar 2013

Frühjahrsputz ohne Gifte - blitzblank und hygienisch rein


Schon die Römer kannten und praktizierten den Frühjahrsputz. Februar kommt vom lateinischen Verb februare, was so viel heisst wie reinigen. Der Monat Februar war somit ihr Reinigungs- und Sühnemonat. Absolut notwendig ist der Frühjahrsputz in unserer heutigen Zeit wohl nicht mehr, denn wer regelmässig putzt und sich hin und wieder auch Problemstellen widmet, hat beim Frühjahrsputz nicht mehr viel zu tun oder kann sogar darauf verzichten. Trotzdem folgen viele Hausfrauen und –männer noch heute dieser Tradition.


Antibakterielle Reiniger – von überflüssig bis gefährlich
Um die Wohnung auf Vordermann zu bringen, greifen leider immer noch viele Leute zur Chemiekeule. Die Werbung suggeriert uns, dass ihre Reinigungsmittel antibakteriell sind und für eine sogenannte klinische Sauberkeit  sorgen. Bakterien sind böse, und lauern überall im Haushalt, weshalb sie unbedingt bekämpft werden müssen, damit sie uns keinen Schaden zufügen können. So oder so ähnlich lauten die TV-Spots. Was die Werbung jedoch verschweigt: Reinigungsmittel mit antibakteriellen Zusätzen als auch Desinfektionsmittel können nützliche Bakterien der Hautflora schädigen und Ekzeme oder Allergien auslösen. Sie greifen unser Immunsystem an und ebnen dadurch erst recht Krankheiten den Weg. Ausserdem gelten einige Desinfektionsmittel als erbgutverändernd und/oder krebserregend. Kommt noch hinzu, dass bei vielen Reinigungsmitteln mit antimikrobiellen Zusätzen die Wirksamkeit nicht einmal erwiesen ist.

Viele desinfizierende Mittel enthalten Wirkstoffe, die für uns gefährlich werden können: Triclosan beispielsweise kann über die Haut aufgenommen werden und in den Entgiftungsstoffwechsel der Leber eingreifen. Reiniger, welche Natriumhypochlorit enthalten, setzen Chlor frei, eine Substanz, die die Haut und Schleimhäute reizen. Je öfters zur Chemiekeule gegriffen wird, desto eher entwickeln die Bakterien Resistenzen. Dadurch werden sie auch unempfindlich gegen Antibiotika.
Vermeintlich klinische Sauberkeit ist auch deshalb überflüssig, weil die meisten Bakterien sowieso harmlos sind. Wir sind sogar auf sie angewiesen, da sie unsere Haut und Schleimhäute schützen und unser Immunsystem trainieren.

Wer natürlich desinfizierend putzen möchte, mischt 2 Tassen Wasser mit 3 Teelöffeln Flüssigseife und gibt 20 bis 30 Tropfen Teebaumöl hinzu. Das ist vergleichbar mit jeder Chemiekeule.

Doch es geht auch anders!
Ganz ohne Putzmittel kommt man bei Verwendung von Mikrofasertüchern aus. Dadurch tut man was Gutes für die Umwelt und ausserdem schont man den Geldbeutel. Mikrofasern lösen den Schmutz mechanisch von Oberflächen und ersparen somit den Einsatz von chemischen Putzmitteln. Die Tücher verwendet man entweder trocken oder feucht. Das Tuch sollte dabei gefaltet werden, was mehrere saubere Flächen ergibt und effizienter ist, als wenn es zu einem Knäuel zusammengedreht wird. Nach dem Gebrauch das Tuch mit Gallseife auswaschen, auswinden und trocknen lassen. Beim Waschen der Mikrofasertücher nie einen Weichspüler verwenden, da er die Mikrofasern verklebt und somit die Reinigungskraft vermindert.
Achtung! Nicht mit Mikrofasertüchern putzen sollte man geöltes Holz, weil das Gewebe die schützende Ölschicht aus dem Holz löst.


Bad- und Küchenfliesen werden mit natürlichen Reinigern spielend leicht und hygienisch sauber
Oberflächen mit Soda bestäuben, mit einem feuchten Schwamm  kräftig abreiben. Bei hartnäckigerem Schmutz, einfach die Fliesen mit etwas grobem Meersalz (ohne Zusatzstoffe) einreiben. Danach mit einem feuchten Tuch abwischen. Bei hartnäckigen Belägen wie Kalkflecken oder Seifenresten kann man die Fliesen mit Zitronensaft oder Essig einsprühen oder einreiben. Ein paar Minuten einwirken lassen, mit stabiler Bürste abschrubben und feucht abwischen. Eine Paste aus Soda und Wasser löst über Nacht den hartnäckigen Schmutz in jedem Backofen.

Fenster Schlieren frei sauber
2 TL Essig in 2 Liter Wasser geben und mit einer Sprühflasche auf die Scheibe oder den Spiegel sprühen. Anschliessend mit Zeitungspapier abwischen. Im Gegensatz zu Papierhandtüchern erzielt man ein streifenfreies Ergebnis und produziert auch keinen unnötigen Müll. Wer kein Essig verwenden möchte, kann ihn mit Zitronensaft ersetzen.

Teppiche strahlend rein putzen
Wurden Salz und Schmutz den Winter hindurch ins Haus getragen, gilt als erste Massnahme, falls Möglich, den Teppich im Freien Ausklopfen. Das ist effektiver als einfach saugen. Ebenfalls empfiehlt sich hier wieder Soda. Über den Teppich streuen und eine halbe Stunde einwirken lassen. Dadurch wird der Schmutz an die Oberfläche befördert und schlechte Gerüche werden zudem eliminiert. Absaugen und der Teppich ist viel sauberer als zuvor. Falls das Soda zu wenig stark war, kann man es mit Maisstärke aufstreuen versuchen und nach 15 Minuten Einwirkzeit wegsaugen.
Flecken wie Rotwein verschwinden in dem man eine Mischung aus einer viertel Tasse Flüssigseife mit einer Drittel Tasse Wasser mischt. Rühren bis es schäumt und den Fleck damit bespritzen; danach mit Essig abwaschen. Der Fleck wird dadurch natürlich und nachhaltig entfernt. 
Also viel Spass beim grünen Frühjahrsputz!



Dienstag, 1. Januar 2013

Walnut - Mutig einen Neuanfang wagen



„ICH bin geschützt vor äusseren Einflüssen und folge meiner inneren Führung auf dem Weg zu neuen Ufern."


Die Bachblüte Walnut ist indiziert, in allen Neubeginn-Phasen des Lebens, in denen wir verunsichert reagieren und Schwierigkeiten haben, mit einer veränderten Situation umzugehen. Solche Situationen sind z.B. einen Umzug, Berufs- oder Religionswechsel, nach einer Eheschliessung, Scheidung, Schulwechsel, Pensionierung u.a.. Walnut unterstützt uns dabei, uns vom Alten zu lösen damit wir das Neue besser annehmen können. Er hilft uns, dass wir dabei ganz bei uns bleiben dürfen und wir uns nicht von Aussen beeinflussen lassen, auch wenn viele Ratschläge gut gemeint sind. Ebenfalls verleiht die Walnuss uns innere Standhaftigkeit, damit wir uns selbst in dieser schwierigen Lebensphase treu bleiben können, damit wir die Kraft haben, unser geplantes Projekt notfalls auch gegen äussere Widerstände durchzuführen. 

Walnut steht uns auch bei kleineren oder grossen biologischen Veränderungsphasen zur Seite, welche ebenfalls innere Umstimmungen mit sich bringen, z.B: in der Zahnungsphase, Pubertät, Schwangerschaft, in der Menopause oder im Endstadium einer schweren Krankheit. 

All diese Veränderungssituationen sind durch vermehrten Stress und eine gesteigerte Labilität gekennzeichnet. Man sitzt geistig in einem Boot, das einen über den Fluss bringen soll. Man sieht zwar schon ganz deutlich das gegenüberliegende Ufer, aber das Boot ist noch nicht ganz losgebunden. Letzte Bande halten einen noch magisch in der Vergangenheit zurück. Wie Bach schrieb, ist Walnut "für alle, die sich entschieden haben, im Leben einen Schritt nach vorn zu tun, mit überholten Konventionen zu brechen, alte Grenzen und Beschränkungen hinter sich zu lassen und ganz neu anzufangen." Dieser Abschied von alten Verbindungen, Gefühlen und Gedanken ist immer schmerzlich und manifestiert sich häufig auch im Körper. 

Walnut passt oft zu Vorausdenker- bzw. Vorkämpfer-Menschen. Ihre offene Grundeinstellung, der Druck der ständigen Aussenseitersituation und der natürliche Widerstand der trägen Masse, können sie vorübergehend in Gefahr bringen, von ihrem eigenen Kurs abzukommen. Sie können ihre Mission aber nur erfüllen, wenn sie geistig ungebunden sind. Deshalb müssen sie alles Wesensfremde abschütteln. Walnut gibt diesen Menschen somit die notwendige Standfestigkeit. 

Montag, 31. Dezember 2012

Neujahrsgruss

Liebe Blogleserinen und -leser

Ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr mit viel Gesundheit und Glück!

Eure ThinkGood


Montag, 19. November 2012

Honig - Ein hochwirksamer Bakterienkiller

Der Honig hatte in der menschlichen Kultur schon immer eine grosse Bedeutung. Bereits in der Bibel ist die Rede vom berühmten " Land, darin Milch und Honig fliessen". Niemand weiss genau, wie lange der Mensch schon Honig sammelt. Wahrscheinlich ist, dass er sich schon in der Steinzeit zu diesem Zweck an Bienenwaben zu schaffen machte. Historisch abgesichert ist jedoch, dass seit etwa 8000 Jahren Imkerei betrieben wird. 

Heilwirkung

Honig besteht zu 75 bis 79% aus Zucker und zu 14 bis 18% aus Wasser. Des Weiteren enthält er Enzyme, Vitamine und Mineralstoffe. Wissenschaftliche Studien bestätigen antibiotische Effekte des Honigs gegen den Erreger Helicobacter pylori, der bei diversen Magenerkrankungen von Mangenschleimhautentzündung bis Magengeschwür eine Rolle spielt. Vor allem reagieren jedoch jene Mikroorganismen empfindlich auf Honig, die bei Wundinfektionen zu finden sind, wie beispielsweise Staphylokokken und Pseudomonasbakterien. Das nahrhafte Bienenprodukt wirkt nicht nur antibiotisch, es verhindert aufgrund seiner starken Wasserbindekraft auch, dass die Auflage an der Wunde kleben bleibt. 

Worauf beruhen die antibiotischen Eigenschaften?

Ziel der Biene ist es in erster Linie, den Honig haltbar zu machen und ihn vor der Vergärung zu schützen. So fügt sie dem Honig diverse Substanzen zu, um ihr Ziel zu erreichen. Eine Untersuchung aus Holland hat einige der Hintergründe der antibakteriellen Wirksamkeit aufgedeckt.  


Osmotischer Effekt

Wird Honig auf eine bakteriell infizierte Wunde gegeben, trifft er auf eine Umgebung, in der im Gegensatz zum Honig nur wenig Salz und Zucker in relativ viel Wasser gelöst sind. Es entsteht ein Konzentrationsgefälle, welches sich auszugleichen versuchen. Somit entzieht der Honig der Wunde das Wasser. Dies beeinträchtigt auch die Bakterien, da durch ihre Hülle Wasser entzogen wird. Sie trocknen aus, werden lebensunfähig und können sich nicht weiter verbreiten. Dieser osmotische Effekt ist von grösster Bedeutung, wie man aus Untersuchungen von Bakterien, die für Magengeschwüre verantwortlich sind weiss (Helicobacter pylori, Osato et al., 1999).


Wasserstoffperoxid

Wasserstoffperoxidlösungen sind in der Medizin schon lange zur Wundreinigung im Einsatz.  Es ist gegen fast alle Bakterienarten wirksam. Verdünnt sich der Honig (siehe Osmose), wird von dem Enzym Glucoseoxydase weiteres Wasserstoffperoxid produziert, welches tödlich auf die Bakterien wirkt (Kwakman et al., 2010). 


Defensin

Defensine dienen der Abwehr vom mikrobiellen Erregern und kommen in tierischen Organismen sowie in höheren Pflanzenformen vor. Defensine werden auch von den Bienen produziert und haben verschiedene Wirkungsmechanismen. Viele destabiliseren die Bakterienmembran, einige stören die Eiweisssynthese (Jenssen et al., 2006). Defensine lassen sich auch im Honig nachweisen und erklären damit die Wirkung von Honig gegen Viren und Bakterien (Kwakman et al., 2012).


ph-Wert

Der ph-Wert von Honig liegt zwischen 3,8 bis 4,3 und ist somit im sauren Bereich. Der niedrige pH-Wert beruht auf der Anwesenheit von etwa 30ig verschiedenen organischen Säuren im Honig (Mato et al., 2003). Man geht davon aus, dass diese Säuren direkt oder über den ph-Wert das Wachstum von Bakterien auch in Wunden verhindern. 


Honig zur Wundheilung


Honig hilft bei chronischen Wunden besser als moderne Antibiotika. Unter chronischen Wunden versteht man Wunden, die nicht innert üblicher Zeit abheilen oder immer wieder aufbrechen. Selbst chronisches Wunden, die mit multiresistenten Bakterien infiziert sind, heilen gut mit dem sogenannten Medizinal-Honig. "Der Honig liefert sich in dieser Hinsicht sogar ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Antibiotikum Mupirocin - das ist momentan das lokale MRSA-Antibiotikum der Wahl. Das zeigt eine Studie, die kürzlich von Forschern in Australien veröffentlicht wurde. In einem Punkt war Medihoney seinem Konkurrenten sogar überlegen: Die Bakterien entwickelten im Laufe der Behandlung keine Resistenz gegen das Naturprodukt" (http://www.ukb.uni-bonn.de). Medihoney sorgt für eine rasche Wundheilung, das abgestorbene Gewebe wird schneller abgestossen und die Wundpflege beim Verbandwechsel wird vereinfacht: Der Verbandswechsel bereitet praktisch keine Schmerzen, weil sich die Umschläge gut entfernen lassen, so dass ein eine bereits neugebildete Hautschicht nicht wieder verletzt wird. Wunden, welche sich über Jahre nicht  heilen liessen, konnten mit Medihoney oft innerhalb weniger Wochen in den Griff bekommen werden (Bonner Uni-Kinderklinik, Kai Sofka). 

Honig schlägt Antibiotika bei Sinusitis

Kanadische Forscher fanden heraus, dass Honig sogar gegen die chronische Nasennebenhöhlenentzündung helfen kann. Er attackiert den Biofilm, der die Entzündung der Nebenhöhlen zu einer schwer therapierbaren Krankheit macht. Diese Lebensgemeinschaft diverser Bakterien auf einer dünnen Schleimschicht widersetzt sich jeder Antibiotikabehandlung, so dass eine Entzündung immer wieder aufflackert. 


Medihoney versus gewöhnlicher Honig

Lange Zeit, wurden Wunden mit ganz herkömmlichem Honig behandelt. Man stellte jedoch in sehr seltenen Fällen fest, dass der Honig verunreinigt sein kann, so dass noch zusätzliche bakterielle Infektionen ausgelöst werden können, insbesondere durch sporenbildende Bakterien. Daher hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten der sogenannte Medihoney entwickelt. Es handelt sich um einen Honig, welcher aus Australien und Neuseeland kommt und darauf geprüft ist, dass er nicht durch Verunreinigungen kontaminiert wurde. 

Vorsicht!

Kleinkinder unter 18 Monaten sollten keinen Honig bekommen, denn im Honig sind einige Bakterienstämme aktiv, die vom Säuglingsmagen nicht zersetzt werden können. Im schlimmsten Fall droht eine Lebensmittelvergiftung. 

Anwendung

Honig-Cistus-Tee zur Stärkung der Abwehrkräfte
Den Saft einer halben Zitrone in eine Tasse pressen und einen Esslöffel Honig hineingeben. Einen Esslöffel Cistustee mit einer Tasse kochend heissem Wasser übergiessen, fünf Minuten zugedeckt ziehen lassen und durch ein Sieb auf die Honig-Zitronensaft-Mischung giessen. 1 - 2 Tassen täglich. Dieser Tee schützt vor Infektionen der oberen Atemwege. 

Erkältung
Wer unter Erkältung leidet, sollte einen Esslöffel Honig mit 1/4 Teelöffel Zimtpulver über drei Tage zu sich nehmen. Diese Massnahme wird in den meisten Fällen chronischen Husten und Erkältung kurieren und die Nasennebenhöhlen klären. 

Warme Milch mit Honig
Ein altbekannter Schlaftrunk, der Magen und Sinne beruhigt. Auch gegen Reizhusten hat das süsse Getränk seine Wirkung. Zu diesem Zweck sollte man jedoch auf Ziegenmilch umstellen, da Kuhmilch eine verschleimende Wirkung besitzt, die bei Husten Kontraproduktiv wirkt. Damit der Honig seine vollständige Wirkung entfalten kann, sollte er  nicht zusammen mit der Milch aufgekocht, sonder in die lauwarme Milch eingerührt werden. 

Qualität 

Problematisch ist, dass hierzulande Honig in sehr unterschiedlichen Qualitäten angeboten wird. Als Faustregel gilt, dass der beste Honig möglichst naturbelassen ist. Wichtig ist, dass er ungeklärt ist und nicht über 40 Grad erhitzt wurde, denn dadurch verliert er an Wirksamkeit. 

Ein hochwertiger Honig sollte folgende Anforderungen erfüllen:
  • die Bienen werden nicht mit Zucker gefüttert
  • das Revier der Bienen befindet sich nicht in der Nähe von Industriebetrieben oder in intensiv konventionellen Landwirtschaftsgebieten, die grossflächig mit Pflanzenschutzmitteln arbeiten. 
  • Nur der vollständig gereifte Honig wird gesammelt und bei der Abfüllung nicht pasteurisiert. Verweise wie "kalt abgefüllt" oder "kalt geschleudert" geben Auskunft darüber. 
  • Ein guter Honig stammt von einem einzigen Imker und nicht aus einer willkürlichen Mischung von Honigsorten.