Dienstag, 1. Januar 2013

Walnut - Mutig einen Neuanfang wagen



„ICH bin geschützt vor äusseren Einflüssen und folge meiner inneren Führung auf dem Weg zu neuen Ufern."


Die Bachblüte Walnut ist indiziert, in allen Neubeginn-Phasen des Lebens, in denen wir verunsichert reagieren und Schwierigkeiten haben, mit einer veränderten Situation umzugehen. Solche Situationen sind z.B. einen Umzug, Berufs- oder Religionswechsel, nach einer Eheschliessung, Scheidung, Schulwechsel, Pensionierung u.a.. Walnut unterstützt uns dabei, uns vom Alten zu lösen damit wir das Neue besser annehmen können. Er hilft uns, dass wir dabei ganz bei uns bleiben dürfen und wir uns nicht von Aussen beeinflussen lassen, auch wenn viele Ratschläge gut gemeint sind. Ebenfalls verleiht die Walnuss uns innere Standhaftigkeit, damit wir uns selbst in dieser schwierigen Lebensphase treu bleiben können, damit wir die Kraft haben, unser geplantes Projekt notfalls auch gegen äussere Widerstände durchzuführen. 

Walnut steht uns auch bei kleineren oder grossen biologischen Veränderungsphasen zur Seite, welche ebenfalls innere Umstimmungen mit sich bringen, z.B: in der Zahnungsphase, Pubertät, Schwangerschaft, in der Menopause oder im Endstadium einer schweren Krankheit. 

All diese Veränderungssituationen sind durch vermehrten Stress und eine gesteigerte Labilität gekennzeichnet. Man sitzt geistig in einem Boot, das einen über den Fluss bringen soll. Man sieht zwar schon ganz deutlich das gegenüberliegende Ufer, aber das Boot ist noch nicht ganz losgebunden. Letzte Bande halten einen noch magisch in der Vergangenheit zurück. Wie Bach schrieb, ist Walnut "für alle, die sich entschieden haben, im Leben einen Schritt nach vorn zu tun, mit überholten Konventionen zu brechen, alte Grenzen und Beschränkungen hinter sich zu lassen und ganz neu anzufangen." Dieser Abschied von alten Verbindungen, Gefühlen und Gedanken ist immer schmerzlich und manifestiert sich häufig auch im Körper. 

Walnut passt oft zu Vorausdenker- bzw. Vorkämpfer-Menschen. Ihre offene Grundeinstellung, der Druck der ständigen Aussenseitersituation und der natürliche Widerstand der trägen Masse, können sie vorübergehend in Gefahr bringen, von ihrem eigenen Kurs abzukommen. Sie können ihre Mission aber nur erfüllen, wenn sie geistig ungebunden sind. Deshalb müssen sie alles Wesensfremde abschütteln. Walnut gibt diesen Menschen somit die notwendige Standfestigkeit. 

Montag, 31. Dezember 2012

Neujahrsgruss

Liebe Blogleserinen und -leser

Ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr mit viel Gesundheit und Glück!

Eure ThinkGood


Montag, 19. November 2012

Honig - Ein hochwirksamer Bakterienkiller

Der Honig hatte in der menschlichen Kultur schon immer eine grosse Bedeutung. Bereits in der Bibel ist die Rede vom berühmten " Land, darin Milch und Honig fliessen". Niemand weiss genau, wie lange der Mensch schon Honig sammelt. Wahrscheinlich ist, dass er sich schon in der Steinzeit zu diesem Zweck an Bienenwaben zu schaffen machte. Historisch abgesichert ist jedoch, dass seit etwa 8000 Jahren Imkerei betrieben wird. 

Heilwirkung

Honig besteht zu 75 bis 79% aus Zucker und zu 14 bis 18% aus Wasser. Des Weiteren enthält er Enzyme, Vitamine und Mineralstoffe. Wissenschaftliche Studien bestätigen antibiotische Effekte des Honigs gegen den Erreger Helicobacter pylori, der bei diversen Magenerkrankungen von Mangenschleimhautentzündung bis Magengeschwür eine Rolle spielt. Vor allem reagieren jedoch jene Mikroorganismen empfindlich auf Honig, die bei Wundinfektionen zu finden sind, wie beispielsweise Staphylokokken und Pseudomonasbakterien. Das nahrhafte Bienenprodukt wirkt nicht nur antibiotisch, es verhindert aufgrund seiner starken Wasserbindekraft auch, dass die Auflage an der Wunde kleben bleibt. 

Worauf beruhen die antibiotischen Eigenschaften?

Ziel der Biene ist es in erster Linie, den Honig haltbar zu machen und ihn vor der Vergärung zu schützen. So fügt sie dem Honig diverse Substanzen zu, um ihr Ziel zu erreichen. Eine Untersuchung aus Holland hat einige der Hintergründe der antibakteriellen Wirksamkeit aufgedeckt.  


Osmotischer Effekt

Wird Honig auf eine bakteriell infizierte Wunde gegeben, trifft er auf eine Umgebung, in der im Gegensatz zum Honig nur wenig Salz und Zucker in relativ viel Wasser gelöst sind. Es entsteht ein Konzentrationsgefälle, welches sich auszugleichen versuchen. Somit entzieht der Honig der Wunde das Wasser. Dies beeinträchtigt auch die Bakterien, da durch ihre Hülle Wasser entzogen wird. Sie trocknen aus, werden lebensunfähig und können sich nicht weiter verbreiten. Dieser osmotische Effekt ist von grösster Bedeutung, wie man aus Untersuchungen von Bakterien, die für Magengeschwüre verantwortlich sind weiss (Helicobacter pylori, Osato et al., 1999).


Wasserstoffperoxid

Wasserstoffperoxidlösungen sind in der Medizin schon lange zur Wundreinigung im Einsatz.  Es ist gegen fast alle Bakterienarten wirksam. Verdünnt sich der Honig (siehe Osmose), wird von dem Enzym Glucoseoxydase weiteres Wasserstoffperoxid produziert, welches tödlich auf die Bakterien wirkt (Kwakman et al., 2010)


Defensin

Defensine dienen der Abwehr vom mikrobiellen Erregern und kommen in tierischen Organismen sowie in höheren Pflanzenformen vor. Defensine werden auch von den Bienen produziert und haben verschiedene Wirkungsmechanismen. Viele destabiliseren die Bakterienmembran, einige stören die Eiweisssynthese (Jenssen et al., 2006). Defensine lassen sich auch im Honig nachweisen und erklären damit die Wirkung von Honig gegen Viren und Bakterien (Kwakman et al., 2012).


ph-Wert

Der ph-Wert von Honig liegt zwischen 3,8 bis 4,3 und ist somit im sauren Bereich. Der niedrige pH-Wert beruht auf der Anwesenheit von etwa 30ig verschiedenen organischen Säuren im Honig (Mato et al., 2003). Man geht davon aus, dass diese Säuren direkt oder über den ph-Wert das Wachstum von Bakterien auch in Wunden verhindern. 


Honig zur Wundheilung


Honig hilft bei chronischen Wunden besser als moderne Antibiotika. Unter chronischen Wunden versteht man Wunden, die nicht innert üblicher Zeit abheilen oder immer wieder aufbrechen. Selbst chronisches Wunden, die mit multiresistenten Bakterien infiziert sind, heilen gut mit dem sogenannten Medizinal-Honig. "Der Honig liefert sich in dieser Hinsicht sogar ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Antibiotikum Mupirocin - das ist momentan das lokale MRSA-Antibiotikum der Wahl. Das zeigt eine Studie, die kürzlich von Forschern in Australien veröffentlicht wurde. In einem Punkt war Medihoney seinem Konkurrenten sogar überlegen: Die Bakterien entwickelten im Laufe der Behandlung keine Resistenz gegen das Naturprodukt" (http://www.ukb.uni-bonn.de)Medihoney sorgt für eine rasche Wundheilung, das abgestorbene Gewebe wird schneller abgestossen und die Wundpflege beim Verbandwechsel wird vereinfacht: Der Verbandswechsel bereitet praktisch keine Schmerzen, weil sich die Umschläge gut entfernen lassen, so dass ein eine bereits neugebildete Hautschicht nicht wieder verletzt wird. Wunden, welche sich über Jahre nicht  heilen liessen, konnten mit Medihoney oft innerhalb weniger Wochen in den Griff bekommen werden (Bonner Uni-Kinderklinik, Kai Sofka)

Honig schlägt Antibiotika bei Sinusitis

Kanadische Forscher fanden heraus, dass Honig sogar gegen die chronische Nasennebenhöhlenentzündung helfen kann. Er attackiert den Biofilm, der die Entzündung der Nebenhöhlen zu einer schwer therapierbaren Krankheit macht. Diese Lebensgemeinschaft diverser Bakterien auf einer dünnen Schleimschicht widersetzt sich jeder Antibiotikabehandlung, so dass eine Entzündung immer wieder aufflackert. 


Medihoney versus gewöhnlicher Honig

Lange Zeit, wurden Wunden mit ganz herkömmlichem Honig behandelt. Man stellte jedoch in sehr seltenen Fällen fest, dass der Honig verunreinigt sein kann, so dass noch zusätzliche bakterielle Infektionen ausgelöst werden können, insbesondere durch sporenbildende Bakterien. Daher hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten der sogenannte Medihoney entwickelt. Es handelt sich um einen Honig, welcher aus Australien und Neuseeland kommt und darauf geprüft ist, dass er nicht durch Verunreinigungen kontaminiert wurde. 

Vorsicht!

Kleinkinder unter 18 Monaten sollten keinen Honig bekommen, denn im Honig sind einige Bakterienstämme aktiv, die vom Säuglingsmagen nicht zersetzt werden können. Im schlimmsten Fall droht eine Lebensmittelvergiftung. 

Anwendung

Honig-Cistus-Tee zur Stärkung der Abwehrkräfte
Den Saft einer halben Zitrone in eine Tasse pressen und einen Esslöffel Honig hineingeben. Einen Esslöffel Cistustee mit einer Tasse kochend heissem Wasser übergiessen, fünf Minuten zugedeckt ziehen lassen und durch ein Sieb auf die Honig-Zitronensaft-Mischung giessen. 1 - 2 Tassen täglich. Dieser Tee schützt vor Infektionen der oberen Atemwege. 

Erkältung
Wer unter Erkältung leidet, sollte einen Esslöffel Honig mit 1/4 Teelöffel Zimtpulver über drei Tage zu sich nehmen. Diese Massnahme wird in den meisten Fällen chronischen Husten und Erkältung kurieren und die Nasennebenhöhlen klären. 

Warme Milch mit Honig
Ein altbekannter Schlaftrunk, der Magen und Sinne beruhigt. Auch gegen Reizhusten hat das süsse Getränk seine Wirkung. Zu diesem Zweck sollte man jedoch auf Ziegenmilch umstellen, da Kuhmilch eine verschleimende Wirkung besitzt, die bei Husten Kontraproduktiv wirkt. Damit der Honig seine vollständige Wirkung entfalten kann, sollte er  nicht zusammen mit der Milch aufgekocht, sonder in die lauwarme Milch eingerührt werden. 

Qualität 

Problematisch ist, dass hierzulande Honig in sehr unterschiedlichen Qualitäten angeboten wird. Als Faustregel gilt, dass der beste Honig möglichst naturbelassen ist. Wichtig ist, dass er ungeklärt ist und nicht über 40 Grad erhitzt wurde, denn dadurch verliert er an Wirksamkeit. 

Ein hochwertiger Honig sollte folgende Anforderungen erfüllen:
  • die Bienen werden nicht mit Zucker gefüttert
  • das Revier der Bienen befindet sich nicht in der Nähe von Industriebetrieben oder in intensiv konventionellen Landwirtschaftsgebieten, die grossflächig mit Pflanzenschutzmitteln arbeiten. 
  • Nur der vollständig gereifte Honig wird gesammelt und bei der Abfüllung nicht pasteurisiert. Verweise wie "kalt abgefüllt" oder "kalt geschleudert" geben Auskunft darüber. 
  • Ein guter Honig stammt von einem einzigen Imker und nicht aus einer willkürlichen Mischung von Honigsorten. 
















Mittwoch, 31. Oktober 2012

Herbstzeit ist Quittenzeit

Jetzt ist wieder Quittenzeit. Die birnenförmigen, sattgelben Früchte mit dem herrlichen Duft sind in Europa in den letzten Jahren erfreulicherweise wieder zu neuen Ehren gekommen. Jahrhunderte lang war die Quitte eine hoch geschätzte Frucht, die zu heilkundlichen und kulinarischen Zwecken gleichermassen eingesetzt wurde. Die ursprünglich aus Persien stammende Quitte war in der Antike sehr beliebt; ihr lateinischer Name geht auf die kretische Landschaft zurück, die damals für ihren Quittenanbau berühmt war. Ausser als Aphrodisiakum wurde die Quitte bereits zur Parfümherstellung verwendet. 

Quitten sind reich an Bitter- und Gerbstoffen. Dies macht sie zu einem wirksamen Mittel gegen Durchfallerkrankungen. Des Weiteren wirkt ihr Genuss allgemein verdauungsförderd und appetitanregend. Darüber hinaus enthält die Frucht grosse Mengen an Vitamin C und den Spurenelementen Zink und Jod. Da Quitten sehr eisenreich sind, wirken sie blutbildend bei Anämie. Die Kerne und das Fruchtfleisch sind reich an Pflanzenschleim, welcher sich wie ein Schutzfilm über die oberen Atemwege legt. Ein Sud aus Quittensamen hilft gegen Entzündungen im Atemwegsbereich, da er schleimfördernd wirkt. 

Der häufige Verzerr von gekochten oder getrockneten Quitten ist ein ausgezeichnetes Vorsorgemittel gegen jegliche Form von Rheumatismus, Gelenk- und Muskelrheuma, Gicht, Arthritis, Arteriosklerose und Nasen-, Rachen- und Brustverschleimung. Hildegard von Bingen schreibt: "Der Quittenbaum gleicht der Schlauheit... gekocht oder gebraten ist sie dem kranken und dem gesunden Menschen sehr bekömmlich. Der Rheumatiker esse diese Frucht oft gekocht oder gebraten und sie vernichtet in ihm den Rheumastoff so, dass er weder in seinen Sinnen abstumpft (Cerebralsklerose) noch seine Glieder bricht, noch sie hilflos lässt." Eine Quittenkur sollte mindestens einen Monat lang durchgeführt werden.

Fast alle Teile der Quitte lassen sich als Heilmittel verwenden. Blätter und Samen kann man zu Tee verarbeiten, das Fruchtfleisch als Saft, Mus oder in Honig eingelegt zubereiten. Für alle die es eilig haben, gibt es mittlerweile auch Quitten in Tablettenform, welche gerne als Nahrungsergänzung bei der Hildegard-Fastenkur verwendet werden. 


Rezepte:


Gebratene Quitte nach Hildegard v. Bingen

pro Person:

1 Quitte              in eine Gratinform legen
1 EL Wasser      dazugeben

Bei 160 Grad Heissluft 45 min backen. Auf einem Teller anrichten und mit Zimt und Zucker bestreuen.


Mus

Bedecke die vom äusseren Flaum befreiten, entkernten und klein gewürfelten Quitten mit Wasser und lass sie ca. 20 - 25 min köcheln. Die masse durch ein Sieb steichen. Was hängen bleibt, ist das Quittenmus, der ablaufende Saft kann für Saftrezepte aller Art verwertet werden.


Quittensuppe gegen Bronchitis

Etwa 150 g Quitten schälen und in kleine Würfel schneiden. In 250 ml Wasser weich kochen und durch ein Sieb streichen. Mit etwas Zitronenschale und reichlich Honig abschmecken. Dann wird die Suppe über ein paar Zwiebackstückchen in einen Teller gegossen.


Tee

Einen Esslöffel der getrockneten Samen mit einer Tasse kochend heissem Wasser übergiessen, 10 min, zugedeckt ziehen lassen und dann durch ein Sieb abgiessen; den Tee heiss und schluckweise trinken. 2 bis 3 Tassen pro Tag.















Freitag, 13. Juli 2012

Die Kraft der Pflanzen neu entdecken


Viele Menschen betrachten das was auf der Erde  wächst, als Tierfutter für ihre Hasen, Meerschweinchen usw. Nachwachsende Rohstoffe wie beispielsweise Kartoffeln oder Mais werden nicht mehr verzehrt um unseren Hunger zu stillen, sondern dienen oft der Treibstoffherstellung. Wird unsere nächste Generation Brot überhaupt noch kennen, wenn wir unsere Grundnahrungsmittel immer mehr zweckentfremden? Vielleicht ist dieser Gedanke gar nicht so abwegig und wir stillen in Zukunft unseren Hunger mit einer vom Pharmakonzern hergestellten Superpille die uns mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.

In diesem Zusammenhang kommt mir des Öfteren die Sage von der Stadt Vineta in den Sinn. Eine schöne und reiche Stadt hoch oben am Meer. Den Bewohnern dort ging es so gut, dass sie ihr Getreide verheizten. Doch eines Nachts kam eine riesige Springflut und radierte die ganze Stadt aus. Nur wenn es ganz still ist, hört man das läuten der Kirchenglocken in der Tiefe.

Was hat das mit uns zu tun, werdet ihr fragen? Nun ja, unser Umgang mit Mutter Erde, so scheint mir, ist nicht viel besser. Oder was sagt ihr dazu, dass es Bauern gibt, die ihr Gemüse unmittelbar nach dem Pflücken auf den Müllplatz bringen, um durch die künstliche Verknappung einen höheren Preis zu erzielen?

Völker früherer Zeiten, denen unser naturwissenschaftlicher Hintergrund noch fehlte, betrachteten unsere Welt noch mit anderen Augen. Sie waren noch ein Teil der Natur und waren dankbar über die Nahrung, das reine Wasser und die saubere Luft. Viele Erkenntnisse und Einsichten dieser Menschen sind uns, infolge unseres Analysierens und Experimentierens verloren gegangen. Früher galt es als Selbstverständlich, dass die Blumen, Bäume und Gräser von Feen und Elfen bewohnt waren. Man bat sie beispielsweise um die Blätter des Salbeis, wenn Halsweh aufkam. Heute gehört das für Menschen mit gesundem Menschenverstand alles ins Reich der Fantasie.

Doch alle Völker hatten ihre Geschichten und Mythen von Sträuchern, Bäumen und Blumen. 

Viele Mythen sind schon sehr alt und zeigen uns ein Zusammenleben von Mensch, Tier und Pflanze, welches sehr eng gewesen sein muss. Gerne bringe ich euch eine solch alte Geschichte über die Wegwarte näher, in der meines Erachtens sehr viel Weisheit steckt. Für mich hat die Blume mit ihrem geheimnisvollen Blau etwas romantisches und zugleich auch etwas hoffnungsvolles. Vor sehr langer Zeit wartete eine junge Frau auf die Rückkehr ihres Geliebten. Jahr für Jahr, egal ob die Sonne schien ob es regnete oder schneite, sie wich nicht vom Strassenrand. Die Menschen, die an ihr vorbeizogen, schüttelten nur ihre Köpfe und empfanden es als Zeitverschwendung. Trotzallem brachte man sie nicht vom Strassenrand ab. Als sie allmählich ergraute, wurde sie von den Göttern in eine blaue Blume verwandelt und bekam als Lohn fürs Warten die Gabe andere zu heilen. 
In der bekannten Bachblüten-Therapie wird die strahlende Seelenkraft der Wegwarte heutzutage bei besit­zergreifenden und zu Selbstmitleid neigenden Menschen, die viel Liebe, Mitgefühl und Auf­merk­­samkeit brauchen, eingesetzt.
Leider gibt es nicht nur wunderbare Mythen, die uns etwas über die Kräfte der Pflanzen mitteilen möchten, sondern es gibt auch immer wieder Irrtümer, welche anscheinend nicht auszurotten sind. Ich denke da an Missverständnisse über Wirkungen, welche auch in Kräuterbüchern immer wieder zu finden sind. Ein Klassiker ist z.B. das Märchen vom Spinat. Entsprungen ist es in Amerika in den 1930igern. Spinat wächst sehr gut auf ausgelaugten Böden und wurde zu diesem Zweck grossflächig angebaut. Nun muss dieses Gemüse aber auch wieder unters Volk verteilt werden. Dieses Problem konnte durch die Comicfigur Popeye gelöst werden. Um diese grüne Pampe lukrativ zu verkaufen, wurden Analysen geschrieben. 100 g Spinat enthält 5 mg Eisen. Beim Abschreiben jedoch, schlich sich ein fataler Fehler ein, und so kam es, dass noch heute in vielen Tabellen 50 mg angegeben werden. Ob mit Absicht oder aus Schlamperei, dies sei mal hingestellt.

Ein trauriges Schicksal widerfuhr beispielsweise dem Wallwurz. Ein uraltes, sehr gut bewährtes Knochenheilmittel. Da nach wissenschaftlichen Untersuchungen geringe Mengen von Pyrrolizidin festgestellt wurden, wurde er aus den meisten Heilsalben herausgenommen. 
Doch unsere Abhängigkeit von wissenschaftlichen Studien, ist noch lange kein Beweis dafür, dass wir weniger naiv sind als unsere Vorfahren. Im Gegenteil: Wir sind so wundergläubig wie eh und je, einfach auf eine andere Weise. 
Unsere hochgepriesenen Mittel gegen Schmerzen, Entzündungen usw. kommen aus Pharmakonzernen. Anstatt an Zauber glauben wir an die Unfehlbarkeit unserer modernen Untersuchungsmethoden, an die wundersame Brotvermehrung durch die Gentechnik oder an das Sakrament von Impfungen. Die Zeiten der einfachen Pflanzenkräuter und deren Heilwissen geht dem Ende zu. Jedenfalls scheint dies bei unseren einheimischen Pflanzen der Fall zu sein. Doch bereits schon Paracelsus als auch Edward Bach sahen zu Lebzeiten den Zusammenhang zwischen Herkunft und Wirksamkeit der Pflanzen. Paracelsus schrieb zu diesem Thema: 
„Einem jeglicher Land wächst seine Krankheit selbst und auch seine Arznei selbst.“
 Aber in unserer modernen Zeit, ist man schnell auf einem anderen Kontinent. Gut möglich, dass die Zeit reif ist, für ein sowohl-als-auch. Klar ist jedoch, dass wir in einer sehr unruhigen Zeit des Umbruchs leben. Fragen, die längst gelöst schienen, werden neu diskutiert und hinterfragt. Meines Erachtens ist man da gut beraten, einmal eine eigene Bestandsaufnahme durchzuführen. Fragen zu klären wie beispielsweise, wie steht es damit, eigenständige Entscheidungen zu treffen? Zur „besten Medizin, den besten Ärzten“ unser ganz persönliches Ja oder Nein zu sagen? Sich selbst zu lieben, auch wenn man nicht die Traummasse 90-60-90 hat. Funktioniert sie noch, die Stimme eurer Intuition. Durch die Fluten an Nachrichten, Informationen und Meinungen wird es uns sehr schwer gemacht, zu unserer inneren Mitte zu finden, wo wir uns keine Maske mehr aufsetzen müssen, wo wir etwas schlecht finden dürfen, auch wenn es der letzte Schrei ist. Die Gefahr der Fremdbestimmung ist gross. Schon lange haben wir unsere Eigenverantwortung an die Ärzte abgegeben. Kein Wunder – wer kann sich hierzulande noch gesund fühlen, wenn jährlich über hundert neue Krankheiten entdeckt werden? Bin ich noch ein vollwertiger Erdbürger, weil ich momentan Verdauungsprobleme habe? Entspreche ich noch den Anforderungen, wenn ich mich nicht gegen die Schweinegrippe impfen lasse; und Alltagsbeschwerden mit Johanniskraut und Ringelblume kuriere; und mich nicht bei jedem Schnupfen zur Antibiotikakur entschliesse?

Eigentlich schmecken mir morgens meine selbstgebackenen Marmeladebrötchen besser als Kellogs. Und eine Tasse Tee von meinen selbstgesammelten Lindenblüten ist sicher genussvoller als ein Kunstfruchtjoghurt von Hirz und Co. Benötigen wir wirklich diese ganzen „wants“ und „needs“, welche uns eine intakte Welt vorgaukeln, in der es fast schon als kriminell gilt, eine Falte im Gesicht zu haben? Vielleicht sollte ich anstelle eines shoppings, wieder einmal in den Wald gehen um Hagebutten, Brennesseln und Weissdorn zu sammeln. Einfach wieder einmal ein Stündchen bei Mutter Natur verbringen. Mich an eine alte Eiche lehnen und seine Kraft spüren. Mit Sicherheit hilft das meinem Immunsystem mehr als eine Schachtel Vitamintabletten. Für einen Augenblick die Nachrichten, den Wetterbericht usw. vergessen. Einfach im Gras sitzen und hören, wie der Wind weht und die Vögel zwitschern. Daheim sein in mir, in meiner Welt, die gross genug ist für einen Moment des Glücks.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Ohne Bienen, kein Leben


Foto: Ikordela/Shutterstock
“Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr”,  sagte damals schon Albert Einstein. Seit Ende April dieses Jahres hat nun Nature & More zusammen mit Netzwerk Blühende Landschaft die Kampagne “Bienen lieben Bio” gestartet. Bis Juli werden 400.000 Tütchen mit biologischen und bienenfreundlichen Samen in Deutschland, Holland, Belgien und Schweden verteilt. Mitmachen und eine ganz persönliche “Bienenweide” – egal ob im Garten, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank säen!
In den Niederlanden wird im Rahmen der Aktion der beliebte 1000 km  “Kartoffelweg” genannte Fahrradweg, der an Bauernhöfen entlang und durch die Landschaft führt, in einen “Bienenweg” umgewandelt. Mehr als Tausend Verbraucher haben sich schon dazu entschlossen, die Blumensamen am Weg entlang auszusähen.
Hintergrund: Honigbienen, Hummeln und Schmetterlinge erfüllen eine wichtige Rolle bei der landwirtschaftlichen Erzeugung, denn nahezu ein Drittel aller Lebensmittel ist abhängig von ihrer Bestäubung. Doch der Lebensraum der Honigbiene und anderer Blütenbestäuber ist bedroht. Immer mehr Populationen von Wildbienen und Schmetterlingen sterben aus und Imker verlieren alljährlich viele Bienenvölker.
Dafür gibt es drei wesentliche Gründe:
  • die Verwendung von Insektiziden in der konventionellen Landwirtschaft
  • der Verlust der Artenvielfalt
  • die Verbreitung von Krankheiten als Folge der Globalisierung.
Aber auch die Art und Weise der Bienenhaltung hat einen grossen Einfluss.
Ökologische Landwirte engagieren sich für den Schutz von Honigbienen, Hummeln und Schmetterlingen. Sie wirken der dramatischen Entwicklung entgegen, indem sie Biodiversität fördern, auf den Einsatz von chemischen Düngemitteln (u.a. Neonicotinoide) verzichten und so genannte Trachtpflanzen – Pflanzen, die Pollen oder Nektar spenden –  in ihre Fruchtfolge einbauen. Sie gestalten blühende Landschaften, wo sich Menschen und Tiere wohlfühlen.

Bild: Wikipedia

Sonntag, 10. Juni 2012

Selbstverantwortung übernehmen

© by Think_Good
Heute ist der Tag, an dem ich mir bewusst bin, dass ich selbstverantwortlich bin, für alle meine Gedanken, Gefühle und Handlungen. Ich bin mir bewusst, dass meine unerfüllten Erwartungen, die ich an mich, andere Menschen und an Situationen habe, die eigentliche Ursache aller meiner Probleme, Entäuschungen und Ärger sind.
Ich bin die Ursache aller meiner Probleme und deshalb bin ich allein verantwortlich und fähig für deren Lösung.
Ich bin allein verantwortlich für die Art und Weise, wie ich auf meine Umwelt, auf Menschen und Situationen in meinem Privat- und Berufsleben reagiere… und die Konsequenzen, die sich daraus ergeben.
Ich höre auf damit, andere Menschen verantwortlich für meine Probleme zu machen, für meine Gefühlsreaktionen, für meine Reaktionen gegenüber meinen Arbeits- und Lebenssituationen.
Ich verzichte darauf, andere zu beschuldigen, wenn Situationen für mich unangenehm werden. Ich erkenne, dass ich mich damit abhängig mache und mein Handeln lähme. Ich bin nicht Opfer meiner Umstände.
Ich bin selbstverantwortlich. Und das gibt mir die Kraft und Energie zu handeln, um Situationen zu verändern, wenn sie mir nicht behagen.
Wenn ich Fehler begehe, werde ich mich nicht rechtfertigen, nach Ausflüchten und Alibis suchen. Ich werde meine Zeit nicht mit endlosen Reden, Rechtfertigungen und Schuldverschiebungen verbringen. Ich werde sofort handeln, um Fehler zu korrigieren. Ich werde nicht darauf warten, dass sich andere Menschen verändern. Ich werde nicht darauf warten, dass Verhältnisse besser, gerechter oder liebenswerter werden. Ich lebe heute. Ich alleine fühle mich verantwortlich für die Welt, in der ich lebe. Ich selbst werde durch mein Handeln zu Veränderungen beitragen.
Ich werde darauf verzichten, von anderen Menschen Rechtfertigungen zu verlangen oder ihnen die Gelegenheit geben, auf andere Schuld zu schieben. Ich bin an Handlungen orientiert.
Heute ist der Tag, an dem ich mir bewusst bin, dass ich selbstverantwortlich bin für alle meine Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen.
“Nur der Unwissende wird böse – der Weise versteht”


Autor unbekannt.